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Verwendete Literatur für “Rückfall adé”

Diese Liste dokumentiert die wissenschaftlichen Quellen, Fachbücher und Referenzwerke, auf die sich das Buch Rückfall beim Alkohol: Warum er passiert – und wie man ihn verhindert direkt oder indirekt stützt. Die Liste wird laufend aktualisiert.


Bücher der Autoren

Guzek, G. & Guzek, B.: Alkohol adé – Der direkte Weg zurück zur Gesundheit

Das Ausgangsbuch der Autoren beschreibt den Weg aus der Alkoholabhängigkeit aus biochemischer Perspektive. Es erklärt die neurobiologischen Grundlagen der Sucht, stellt das Guzek-Protokoll vor und verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit dem persönlichen Erfahrungsbericht Gabys. Stilistisch und inhaltlich Referenzwerk für das Rückfallbuch.

Quelle: Guzek Verlagsgesellschaft, Wien. alkohol-ade.com/das-buch-alkohol-ade

Guzek, G.: Die Suchtlüge

Erweitert den Ansatz von Alkohol adé auf Suchterkrankungen allgemein – von Alkohol über Nikotin bis zu Verhaltenssüchten. Gemeinsamer Nenner aller Suchtformen ist die Manipulation des Belohnungssystems durch Dopamin, Glutamat und Endorphine. Sachlich und selbstironisch im selben Ton wie der Vorgänger.

Quelle: Heyne Verlag

Guzek, G. & Guzek, B.: Bye-bye, Booze: Understanding and Mastering Brain Chemistry in Alcohol Abuse and Addiction

Die englischsprachige Ausgabe von Alkohol adé für den internationalen Markt. Richtet sich an englischsprachige Leser und Fachkreise und verbindet den biochemischen Ansatz mit praktischen Protokollen zur Abstinenzunterstützung.

Quelle: Guzek Verlagsgesellschaft, Wien. Amazon

Guzek, B.: Tryptophan und 5-HTP – Schlüssel für Schlaf und Stimmung

Fachkompendium von Dr. Bernd Guzek zu Tryptophan, 5-HTP und deren Rolle im Serotonin- und Melatoninstoffwechsel. Erklärt den Kynureninweg, den Tryptophan-Skandal der 1980er Jahre und die praktische Anwendung bei Schlafstörungen, Depressionen und Suchterkrankungen. Sachliche Grundlage für die Tryptophan-Abschnitte in Kapitel 10 und 11.

Quelle: Guzek Verlagsgesellschaft, Wien. Verfügbar über Amazon und Buchhandel

Guzek, G. & Guzek, B.: Suchtrisiko ADHS – Wenn das Gehirn nicht anders kann

Erscheint am 15. Juli 2026 im Heyne-Verlag (Penguin Random House). Das Buch beleuchtet den Zusammenhang zwischen ADHS und erhöhtem Suchtrisiko: Warum Menschen mit ADHS häufiger abhängig werden, welche neurobiologischen Mechanismen dahinterstecken und welche Strategien helfen. Ergänzt das Rückfallbuch um die ADHS-Dimension als Sucht- und Rückfallfaktor.

Quelle: Heyne-Verlag, München, 2026. Amazon

Guzek, B.: So kommt der Kopf zur Ruhe: Mit dem Botenstoff GABA gegen Ängste, ADHS, Schlafstörungen und innere Unruhe

Erscheint am 15. Juli 2026 im Heyne-Verlag (Penguin Random House). Dr. med. Bernd Guzek erklärt die zentrale Rolle des Neurotransmitters GABA für Entspannung, Schlaf und emotionale Stabilität. Besonders relevant als Ergänzung zum Rückfallbuch: GABA-Dysbalancen sind ein zentraler Mechanismus bei Alkoholabhängigkeit und Entzug.

Quelle: Heyne-Verlag, München, 2026. Amazon


Rückfallforschung und Suchtpsychologie

Marlatt, G.A. & Donovan, D.M. (Hrsg.): Relapse Prevention. Maintenance Strategies in the Treatment of Addictive Behaviors

Das Standardwerk zur Rückfallprävention in der Suchtmedizin. Marlatt beschreibt das kognitiv-behaviorale Modell des Rückfalls mit den Konzepten Hochrisikosituation, Bewältigungsstrategie und Abstinenzverstoffeffekt (AVE). Grundlage für das im Buch beschriebene Guzek-Modell und dessen Einordnung in den Forschungsstand.

Quelle: Guilford Press, New York, 2. Auflage 2005. ISBN 978-1-59385-176-8

Bandura, A.: Self-Efficacy: The Exercise of Control

Banduras grundlegendes Werk über Selbstwirksamkeit – das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, eine Situation zu bewältigen. Die Forschung zeigt Selbstwirksamkeit als einen der stärksten Schutzfaktoren gegen Rückfall. Im Buch in Kapitel 5 als zentrales Konzept eingebettet.

Quelle: W. H. Freeman, New York, 1997. ISBN 978-0-7167-2626-5

Bolte Taylor, J.: My Stroke of Insight

Die Neuroanatomin beschreibt aus eigener Erfahrung, wie Emotionen biochemisch etwa 90 Sekunden dauern – was danach anhält, ist die kognitive Verlängerung. Diese 90-Sekunden-Regel ist Grundlage des Soforthilfe-Abschnitts in Kapitel 8.

Quelle: Viking Press, New York, 2008. ISBN 978-0-670-02074-5

Hayes, S.C., Strosahl, K.D. & Wilson, K.G.: Acceptance and Commitment Therapy

Grundlagenwerk der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT), aus der die Technik „Surfing the Urge” stammt. Die Idee, Craving nicht zu bekämpfen sondern zu beobachten bis die Welle verebbt, ist eine der am besten belegten psychologischen Interventionen bei Suchtdruck. Grundlage für den Surfing-the-Urge-Abschnitt in Kapitel 8.

Quelle: Guilford Press, New York, 2. Auflage 2011. ISBN 978-1-60918-232-6


Neurobiologie der Sucht

Volkow, N.D. et al.: Neurobiologic Advances from the Brain Disease Model of Addiction

Eine der einflussreichsten Übersichtsarbeiten zur neurobiologischen Basis von Suchterkrankungen, veröffentlicht im New England Journal of Medicine. Beschreibt die Rolle von Dopamin, Nucleus accumbens, präfrontalem Kortex und die langfristigen Veränderungen durch chronischen Substanzkonsum.

Quelle: New England Journal of Medicine, 374(4), 363–371, 2016. nejm.org

Koob, G.F. & Volkow, N.D.: Neurobiology of addiction: a neurocircuitry analysis

Umfassende Übersicht über die Neurobiologie der Abhängigkeit aus dem Lancet Psychiatry. Erklärt die drei Phasen der Sucht – Rausch, Entzug/negative Stimmung, Craving/Antizipation – und die beteiligten Hirnschaltkreise. Grundlage für die Beschreibung von Craving und Denkverzerrung in Kapitel 2.

Quelle: The Lancet Psychiatry, 3(8), 760–773, 2016. thelancet.com

Robinson, T.E. & Berridge, K.C.: The neural basis of drug craving: an incentive-salience theory of addiction

Beschreibt den Unterschied zwischen „Wollen” (wanting) und „Mögen” (liking) im Belohnungssystem. Erklärt, warum Craving auch dann intensiv ist, wenn der Konsum selbst keine Freude mehr bereitet – zentrales Konzept für das Verständnis von Suchtdruck in Kapitel 2 und 4.

Quelle: Brain Research Reviews, 18(3), 247–291, 1993.


Vitamin C und Alkohol

Lux-Battistelli, C. & Battistelli, D.: Alcohol Withdrawal: Possible Risk of Latent Scurvy Appearing as Tiredness

Prospektive Studie mit 47 Patienten, die sich zur Alkoholentgiftung meldeten. 57,4 Prozent hatten einen klinisch relevanten Vitamin-C-Mangel, über ein Drittel vollständig undetektierbare Spiegel. 89 Prozent der mit Vitamin C supplementierten Patienten berichteten nach drei Monaten Verbesserung von Müdigkeit und Purpura. Grundlage für den Skorbut-Abschnitt in Kapitel 11.

Quelle: Journal of Clinical Medicine Research, 11(1), 26–34, 2019. pmc.ncbi.nlm.nih.gov

Proctor, R. et al.: Vitamin C and alcohol: a call to action

Systematische Übersichtsarbeit im BMJ Nutrition, Prevention & Health zu Vitamin-C-Mangel bei Alkoholabhängigen. Dokumentiert Fallberichte von Skorbut bei Alkoholikern, analysiert die biochemischen Mechanismen und kritisiert, dass Vitamin C in Entzugsleitlinien bislang kaum berücksichtigt wird – obwohl ältere Studien zeigen, dass der Mangel häufiger ist als Thiaminmangel.

Quelle: BMJ Nutrition, Prevention & Health, 2018. pmc.ncbi.nlm.nih.gov


Nährstoffe und Alkoholabhängigkeit

Hoffer, A.: Orthomolecular Treatment for Schizophrenia and Alcoholism

Abram Hoffer, Pionier der orthomolekularen Psychiatrie, beschreibt jahrelange klinische Erfahrungen mit Hochdosisniacin bei Alkohol- und Schizophreniebehandlung. Er behandelte auch Bill Wilson, den Mitgründer der Anonymen Alkoholiker. Referenz für den Niacin-Abschnitt in Kapitel 11.

Quelle: Diverse Veröffentlichungen; Zusammenfassung auf alkohol-ade.com. alkohol-ade.com/docs/glossar/abram-hoffer

Thomson, A.D. et al.: The Royal College of Physicians report on alcohol: guidelines for managing Wernicke’s encephalopathy in the accident and emergency department

Beschreibt den klinischen Standard für die Thiaminversorgung bei Alkoholikern, der den meisten Entzugsleitlinien zugrunde liegt. Zeigt gleichzeitig die Engführung: B1 wird systematisch behandelt, Vitamin C und andere Nährstoffe kaum. Hintergrundquelle für die Kapitel 10 und 11.

Quelle: Alcohol and Alcoholism, 37(6), 513–521, 2002.

Hoffer, A. & Walker, M.: Smart Nutrients: Prevent and Treat Alzheimer’s, Enhance Brain Function

Beschreibt Hoffers Konzept therapeutischer Nährstoffdosen und deren Wirkung auf neuropsychiatrische Erkrankungen. Enthält auch Abschnitte zu Sucht und Alkoholabhängigkeit. Hintergrundlektüre für die orthomolekulare Perspektive in Kapitel 11.

Quelle: Avery Publishing, 1994. ISBN 978-0-89529-577-9


Schlaf und Alkohol

Colrain, I.M. et al.: Alcohol and the sleeping brain

Umfassende Übersicht zu den Auswirkungen von Alkohol auf den Schlaf. Beschreibt, wie Alkohol die REM-Phasen unterdrückt, den Schlafrhythmus stört und zu chronischen Schlafstörungen führt, die noch lange nach dem Entzug anhalten. Grundlage für den Schlaf-Abschnitt in Kapitel 6.

Quelle: Handbook of Clinical Neurology, 125, 415–431, 2014. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov


Stress, Kortisol und Rückfall

Adinoff, B. et al.: Disturbances of the stress response: the role of the HPA axis during alcohol withdrawal and abstinence

Beschreibt die Dysregulation der Stressachse (HPA) bei Alkoholabhängigen: chronisch erhöhte Kortisolspiegel, gestörte Stressrückkopplung und den direkten Zusammenhang zwischen Kortisoldysregulation und frühem Rückfall. Grundlage für den Kortisol-Abschnitt in Kapitel 6.

Quelle: Alcohol Health and Research World, 22(1), 59–66, 1998. pmc.ncbi.nlm.nih.gov


PAWS – Post-Acute Withdrawal Syndrome

Sinha, R.: New findings on biological factors predicting addiction relapse vulnerability

Fasst die Forschung zu biologischen Faktoren zusammen, die Rückfall begünstigen – darunter anhaltende neurochemische Dysbalancen nach dem Entzug (PAWS), erhöhte Stressreaktivität und veränderte kognitive Kontrolle. Grundlage für den PAWS-Abschnitt in Kapitel 6.

Quelle: Current Psychiatry Reports, 13(5), 398–405, 2011. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov


Soziales Umfeld und Selbsthilfe

Moos, R.H. & Moos, B.S.: Rates and predictors of relapse after natural and treated remission from alcohol use disorders

Langzeitstudie zu Rückfallraten und Schutzfaktoren. Soziale Einbindung, besonders in abstinente soziale Netzwerke, zählt zu den stärksten Prädiktoren für langfristige Abstinenz. Grundlage für den Abschnitt über Sober Support Networks in Kapitel 6.

Quelle: Addiction, 101(2), 212–222, 2006. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov


Medikamentöse Unterstützung

Mason, B.J. & Heyser, C.J.: Acamprosate: a prototypic neuromodulator in the treatment of alcohol dependence

Beschreibt den Wirkmechanismus von Acamprosat auf das Glutamat-GABA-Gleichgewicht und seine Wirksamkeit zur Rückfallprävention in der Abstinenzphase. Acamprosat gehört zu den am besten belegten medikamentösen Optionen bei Alkoholabhängigkeit und ist Grundlage des entsprechenden Abschnitts in Kapitel 12.

Quelle: CNS & Neurological Disorders – Drug Targets, 9(1), 23–32, 2010. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov

Volpicelli, J.R. et al.: Naltrexone in the treatment of alcohol dependence

Grundlegende Studie zur Wirksamkeit von Naltrexon bei Alkoholabhängigkeit. Naltrexon blockiert die Opioidrezeptoren, über die Alkohol sein Belohnungsgefühl entfaltet, und reduziert damit den Priming-Effekt des ersten Schlucks. Hintergrundquelle für Kapitel 12.

Quelle: Archives of General Psychiatry, 49(11), 876–880, 1992. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov


Online-Ressourcen

alkohol-ade.com – Lexikon

Das von den Autoren betriebene Online-Portal enthält ein umfangreiches Lexikon mit über 180 Einträgen zu suchtrelevanten Themen sowie eine ausführliche Literaturliste mit direkten Links zu Primärstudien. Viele der im Buch verwendeten Sachinformationen sind dort ausführlicher dokumentiert und mit Quellen belegt.

Quelle: Guzek Verlagsgesellschaft, Wien. alkohol-ade.com/docs-category/glossar

alkohol-ade.com – Guzek-Protokoll

Das online dokumentierte Nährstoffprotokoll von Gaby Guzek mit aktuellen Produktempfehlungen, Dosierungshinweisen und Erläuterungen. Wird regelmäßig aktualisiert und ergänzt das Kapitel 11 des Buches mit konkreten Anwendungshinweisen.

Quelle: Guzek Verlagsgesellschaft, Wien. alkohol-ade.com/protokoll-erklaerung

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