
Tausende Menschen lesen täglich mit, wenn Gaby Guzek und Dr. med. Bernd Guzek auf ihrer Facebook-Seite „Ohne ist besser” (vormals „Alkohol adé”) neue Beiträge veröffentlichen. Kurze, pointierte Texte, die ins Schwarze treffen – nicht nur für schwer Abhängige, sondern gerade auch für die Nachdenklichen: die hochfunktionale Managerin, den Familienvater mit dem täglichen Feierabendbier, die Studentin, die sich fragt, ob das noch normal ist.
Die Seite trifft einen Ton, der in der deutschsprachigen Suchtlandschaft selten ist: wissenschaftlich fundiert, aber menschlich nah. Klar in der Sache, warm im Umgang, oft mit einer Prise Ironie. Kein Moralisieren, kein Stigma – stattdessen täglich neue Impulse, die zum Nachdenken einladen, ohne zu belehren. Oder Tipps geben, wie man Situationen ohne Rückfall übersteht, sich gegen aufdringliches “Nun trink doch mit” zur Wehr setzt oder wie man als Angehöriger eines Suchtkranken Hilfe bekommt.
Wer kommentiert, merkt schnell: Hier entsteht jeden Tag aufs Neue ein Raum, in dem sich Menschen trauen, offen über ihr Thema zu reden. Was auch daran liegt, dass die beiden konsequent moderieren und Internetgepöbel keine Chance hat.